Woodstock: Synonym für Frieden – 1969 und 2026 – Wieder einmal sind gefühlt 100 Stunden Premium Live-Musik und Non-Stopp-Party vorbei, vier Tage Feiern in Harmonie und Frieden bei traumhaften Sommerwetter. Und wer sich das Titelbild genau anschaut, der sollte auch verstehen warum.
Wieder einmal sind gefühlt 100 Stunden Live-Musik und Non-Stopp-Party vorbei, vier Tage Feiern in Harmonie und Frieden. Nach Anreise am Mittwochabend startete Stephan Graf’s Double Vision diesmal mit seinem Rory Gallagher Rockpalast Spezial. Und das Quintett, diesmal verstärkt mit Hammond und Saxofon, würdigte den 1982-Loreley-Auftritt der irischen Blues-Legende. Stephan ist der wahre Vermächtnisverwalter von Taste und Rory Gallagher, er atmet tatsächlich den Geist dieses bis heute beliebten Musikers aus Ballyshannon.
Kurz umgebaut und schon steht die Woodstock Forever Jam Gang auf der Bühne, natürlich ist Stephan auch wieder bei einigen Sessions mit dabei, wer möchte denn auf so einen Blues-Rock-Arbeiter verzichten. Gitarrist Ralf Peter, der Schwiegersohn des Veranstalters, organisiert regelmäßig seit Jahren zur Eröffnung dieses 3-stündige Rock-Spezial-Programm. 2025 hieß es noch Sixty Amp Fuse. Dieses Jahr wurde die Veranstaltung durch den überraschenden Unfalltod eines der prägenden Musikers aus Köln überschattet. Er wurde sehr liebevoll gewürdigt und alle waren sich einig, jetzt erst recht, jetzt mit noch mehr Energie. Wenn das überhaupt möglich ist bei dieser bunten Truppe. Der Hauptteil des Treibens auf der Bühne bestand aus virtuos vorgetragenen Liedern der 60er bis 90er. Eine gemeinsame Zeitreise, die viele Besucher nun durch die neue riesengroße LED-Video-Wand auch hautnah vom „Bersch“ mitverfolgen konnten.
Mit dem alternativen Blues-Rock vom Terzett My Baby aus Amsterdam kommt dann noch eine andere sehr moderne und rhythmusbetonte Mucke ins Spiel. Mit Bass, Schlagzeug (Cato & Joost van Dijck) und Gitarre (Daniel de Vries), das klassische Rock-Trio, aber die Musik eine Reise zur skurrilen Elektro-Welt des progressiven Alternativ-Indie-Rock. DJ Bunzel bringt danach die Nachtschwärmer noch durch die letzten Stunden bis zum Sonnenaufgang. Text_Bilder_Mittwoch: Roland Koch
Das erste Voll-Programm am Festival-Donnerstag eröffnet um 11:00 Uhr, das Feier-Gelände wird freigegeben für acht Formationen auf drei imposanten Bühnen. Wer es nicht glaubt, schaut euch die Bilder an. Gestartet wird mit den Duisburger Kult-Rocker Bröselmaschine oben östlich gelegen auf der Wald-Bühne (WB). Na ja, vor zwei Jahren. Denn nun ist ringsherum alles abgeholzt wegen Baumsterben. Einzelne Fichten stehen noch, wie ein Mahnmal für die Menschen. Peter Bursch verbreitet nach wir vor mit seiner unwiderstehlichen Art gute Laune. Auch der sommerlich frisch bekleidete Gitarrist Krissy Matthews kommt für ein kurzes Gastspiel dazu.
Auf der westlich gelegenen Lift-Bühne (LB) dann aus Bayern Hank Davison als Blues-Trio. Um dorthin zu kommen muss jeder Besucher durch den oberen Teil der Händler-Stadt. Hier werden Waren, Speisen & Getränke und natürlich auch Tonträger angeboten. Hier hat auch der Veranstalter seinen Stand und produziert am Fließband Oberbekleidung mit individuellen Woodstock-Forever-Logos. Zum Auftritt von Hank sind auch passend ein paar Rocker mit Motorrad angereist. Hank hat mit seinen Blues-Brüdern Lewis Glover (Gesang, Harmonika) und dem singenden Gitarrist Johnny O’Hara einen emotionalen Auftritt. Auch die mitgereiste Managerin Nine und die große Traube von Fans sind begeistert !!
Danach auf der Haupt-Bühne (HB) das Schweizer Trio Basement Saints, damit zweimal Blues pur und Volldampf hintereinander. Auch die drei Blues-Eidgenossen bringen den Auenland-Berg zum Beben. Fingerflitzer Robby „Keys“ Grausberg übernahm nun mit seinem zwei Leslie-Hammond-Türmen, das Bass-Fundament, viele Haupt-Melodien, aber auch viele Soli. Das Trio mit Simon „Molly“ Moll (Schlagzeug) und Gitarrist Anton Delen wirkt wie aus einem Guss, genauso wie später am Samstag Atomic Rooster mit Adrian Gautrey. Am Nachmittag beginnt auch das Programm mit Workshops aller Art in der zentralen und schattigen Family-Zone.
Es ist schon am Vormittag brutal heiß, die Besucher leiden und suchen jeden Schattenfleck der zu erhaschen ist. Das gute Sommerwetter, somit die Schattensuche, bleibt uns bis Sonntag treu. Auch die Künstler, Personal und die Technik leiden. Aber so ist das bei Freiluft-Veranstaltungen. Der Treffpunkt für Künstler und Personal ist die große Scheune, dass Multifunktionsgebäude, das auch außerhalb der Festivals für Veranstaltungen aller Art genutzt wird. Hier stellt das Küchen-Team Speisen und Getränke zu Verfügung und hier können die Festival-Arbeiter auch mal durchschnaufen. Da hier auch die Künstler ein- und ausgehen ergeben sich spontan viele interessante Begegnungen und Gespräche.
Mit Magic Mumble Jumble (WB) und Lotte Walda (LB), beides Formationen aus den Niederlanden, wird es hippiesker, tanzbarer und farbenfroher. Damit wird der obere Teil des Geländes zum großflächigen Woodstock-Party-Areal. Die Dresdner Band Wucan (HB) eröffnet sehr rockig das Abendprogramm und Lazuli (WB) setzen mit ihrem magischen Auftritt das erste ganz große Ausrufezeichen. Leider ist der Tross aus Frankreich in Eile, sie müssen kurz nach ihrem fulminanten Auftritt nach Südfrankreich abreisen. Die Nachtschicht übernehmen Blues-Rocker Danny Bryant und zuletzt DJ Electric. Text_Bilder_Donnerstag: Roland Koch
Dieser Beitrag, Freitag und Samstag, ist noch in Arbeit !!
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