Mondän ist Geschichte – Schlichtheit ist Trumpf – Das Pink Piano, damit wird zwar von der Kurverwaltung Binz noch geworben, wurde auch gerne als Foto-Motiv von Passanten genutzt und ist nun leider Geschichte. Die Zeiten ändern sich. Nur unser Boogie-Fee Marion Wade hält mit ihrer schicken Kleidung noch diese Farbe für sich und uns in Erinnerung.
Am Samstag und Sonntag ging nun das „bunte Voll-Programm“ wie gewohnt weiter, leider nicht mehr auf dem imposanten Kurplatz an der Promenade, sondern im Mehrzweck-Saal des Haus des Gastes am Kurpark. Uns als Bild-Berichterstatter tat es für die vielen Künstler leid, in dem nun verlegten unpassenden Veranstaltungsort auftreten zu müssen. Aber auch für die Besucher, die erst einmal suchen mussten um den Eingang zu finden. Ebenso wurde ihnen damit natürlich die Möglichkeit genommen auf der Bühne des Kurplatzes mit dieser unvergleichlichen und spektakulären Kulisse ihr Publikum einzufangen und viel stärker zu begeistern.
Das Blue Wave Festival ist eine sommerliche Freiluft-Veranstaltung, sie lebt von dieser besonderen Atmosphäre an dieser Örtlichkeit dort, den beiden schönen Arkaden aus weiß-gestrichenen Holz, dem zauberhaften Rund-Pavillon, alles mit offenen Blick auf die Ostsee und dem gegenüberliegenden historischen Kurhaus. Egal bei welchem Wetter, Formation, Besucherzahl, es ist dort immer beeindruckend, das haben wir bei mehreren Dutzend Konzerten von heimischen und internationalen Bands immer wieder erleben und für alle Zeiten in unseren Bildern/Reportagen festhalten können. Magische Momente für die Ewigkeit.
Montigo Rim (DE) – Der komplette Zeitplan verschiebt sich durch den Wechsel der Spielstätte um fast zwei Stunden, denn Licht- und Ton-Technik, Video-Crew und alles andere musste umziehen und umdenken. Dadurch hatte die erste Live-Band, Montigo Rim aus Berlin, Zeitdruck und die müssten schon nach kurzem Technik-Check und ohne ihre Bühnen-Garderobe auftreten. Schade wie Montigo Rim selbst sagt: „Wie ein elegantes Abendkleid, das sich um den Groove der Band schmiegt. Ihre Stimmen erzählen Geschichten von der Schönheit und Komplexität der menschlichen Gefühlswelt, während sie mit dem Saxophon in stetem Dialog stehen. Luftige Arrangements lassen dabei immer wieder Raum für Improvisation.“ So steht die komplette 2019 gegründete sechsköpfige Big-Band, Angelo Pluskwa (Bass), Fabian Bosse (Keyboards), Jörg Seide (Gitarre), Liza Wolowicz (Gesang), Maxime Shakir (Gesang, konnte leider nicht mit angereisen), Julius Hörnig (Saxofon, Flöte), Andrea Zuliani (Schlagzeug), in Räuber-Zivil auf einer sehr schlichten Bühne, versuchte mit ihren Eigen-Kompositionen und Interpretationen von Klassikern von Blues über Soul bis Jazz, die spärliche Besucherschar im Mehrzwecksaal zu begeistern. Das war nicht ganz so einfach, aber mit jedem Lied gelang es ihnen besser und zum Schluss war berechtigt auch noch eine Zugabe für das interessierte und begeisterte Publikum fällig. Schade das dieses starke Ensemble um eine gute Chance gebracht wurde.
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