Konzert: Lazuli – Musik-Tempel Piano Dortmund (DE_NW)

Veröffentlicht am 17. März 2026 um 15:15

Rock-Chansons und pure Lebensfreude aus Südfrankreich – Wir sind ja seit den ersten Auftritten von Lazuli in Germanien mit ihnen auf deren emotionaler und aufregender Reise, sind immer wieder überrascht von der Kreativität und Feinfühligkeit dieses gallischen Quintetts. Sie sind wieder auf 12-tägiger Promo-Tour.

diesmal mit ihrem brandaktuellen Album Être Et Ne Plus Être (Sein und Nicht-Mehr-Sein) und nicht nur die deutsche Musik-Presse hat das neue 12. Album begeistert aufgenommen. Da gab es doch schon einmal so einen berühmten historischen Ausspruch und der bekommt inzwischen immer deutlicher eine weltumspannende Bedeutung.

Es hat nun doch viele Jahre gedauert, dass ich den erfolgreich über die Pandemie geretteten und inzwischen überregional berühmten Musiktempel Piano, auch das „Wohnzimmer“ vom kürzlich überraschend verstorbenen westfälischen Musik-Berichterstatter Michael Lorant, wiedergesehen habe. Zum einem wollte ich dort zusammen mit zwei Freunden ein fetziges Club-Konzert in Dortmund besuchen und das zum anderen mit einer Band, die in meiner Beliebtheitsskala ganz weit oben steht und ausnahmslos für spektakuläre und emotionale Konzerte sorgt. Fünf südfranzösische Gallier aus der Region Gard, das ist bekanntlich Lebensfreude pur. Die Formation Lazuli ziehen stabil und unaufgeregt ihre Kreise in ganz Europa. Dabei locken sie immer mehr Fans mit ihrer weltweit einmaligen Musik und Poesie in den Bann, sorgen dafür, dass die „Lazulisten“ immer zahlreicher werden. Die hungrigen Fans haben das neue Material schon lange sehnsüchtig erwartet und versammeln sich auf den zehn Stationen der Frühjahrstour quasi zu Lazuli-Familien-Treffen. Und dieses Quintett hat trotz regelmäßigen Alben und begleitender Touren an diesem Abend im Piano wieder einmal überrascht.

Nicht nur, dass sich diese Spielstätte mit Nebenräumen von seiner schönsten Seite zeigt. Ein zauberhafter, renovierter Jugendstil-Saal mit angrenzenden durch beeindruckenden Säulen und Bögen abgeteilten „Wintergarten“ und einer auch bei gut besuchten Veranstaltungen selbst den kleinsten Zuschauern (wie mich mit 161,5 cm) immer eine ausgezeichnete Sicht auf die Bühne ermöglicht. Es sind wieder aus allen Himmelsrichtungen die Fans angereist, unser musikbegeisterter Freund Tom kam extra aus Würzburg um seine französischen Freunde hier in diesem besonderen Ambiente zu sehen. Eine Meute um mich herum bildete einen Fanblock mit einheitlichen Lazuli T-Shirts. Sie sind vollends begeistert, wieder dabei zu sein und tauschten sich über ihre mit Lazuli erlebten Heldentaten aus. Pünktlich betraten dann die fünf Gallier, unter aufbrandenden Applaus, die exzellent beleuchtete Bühne. Sie waren über diese lautstarken Vorschusslorbeeren und so einen Beginn sichtlich überrascht. Damit hatten sie so wohl nicht gerechnet.

Deutsche Begrüßung, wie üblich durch Dominique Leonetti. Dann geht es auf eine gemeinsame 150-minütige Non-Stopp-Reise durch fast 30-jährige Bandgeschichte. Wie bei jeder Tour von Lazuli steht das aktuellste Album immer im zentralen Fokus. Aber durch sehr clevere Live-Präsentation hat der Besucher immer das Gefühl, dass es sich um überwiegend bekanntes Material handelt. Tatsächlich spielt Lazuli blockweise alle 12 neuen Titel von Être Et Ne Plus Être, sechs Fan-Favoriten und natürlich das unverwüstliche 9 Hands Around The Marimba zum Abschluss. Die fünf Jungs lassen sich beim leidenschaftlichen Musizieren auch diesmal wieder von extra aufwendig produzierten passenden Filmen, Bildern und Grafiken, projiziert gut sichtbar im Hintergrund, begleiten. Da Lazuli, egal wo, ihre Rock-Chansons ausschließlich in ihrer schönen Landessprache französisch singen, werden manche Inhalte dadurch visualisiert und etwas transparenter, auch wenn viele wie ich die Texte nicht verstehen, aber damit die Thematik. Auch die Soli jedes einzelnen Musikers werden dadurch unterstützt und noch eindringlicher. Lazuli: „Wir betrachten unsere Lieder als Leinwände, auf denen wir Farben mischen und die Welt darstellen oder neu malen. Irgendwo zwischen Jacques Prévert und Tim Burton angesiedelt, hinterfragen die Texte die Missstände der Gegenwart.“

Auffälliger und etwas ungewohnt zeigen sich Romain Thorel (Waldhorn, Keyboards), nun mit üppiger Kopfbehaarung und Arnaud Beyney (Gitarre, Bass) mit Texas-Ranger-Hut. Claude & Dominique Leonetti sowie Vincent Barnavol (Schlagzeug, Perkussion, Vibraphon) erscheinen wie gewohnt und leger. Auch wer den Kosmos von Lazuli gut kennt, der Auftritt in Gänze war durchgängig beeindruckend, magisch trifft es heute im Musik-Tempel Piano exakt auf den Punkt. Fünf außergewöhnliche Musiker, jeder hat gleichberechtigt seinen Raum für seine solistischen Leckerbissen. Aber sie musizieren auch in Duos und Trios. Und man merkt ihnen an, sie haben Freude an dem was sie vorführen dürfen, freuen sich ohne Neid für den Kollegen, wenn er ein Gänsehaut-Moment für die Besucher geschaffen hat und immer wieder der Applaus aufbrandet und „Bravo“ aus vielen Kehlen erklingt. Auch ein grandioses Duett von Romain und Vince (Vibraphon) sorgt für viel Begeisterung und eben auch das Waldhorn, beim dem Romain regelmäßig kurz vor Platzen der Halsschlagader ist und der Kopf wie eine Tomate aussieht besonders bei seinem beeindruckendem Solo am Bühnenrand. Dominique verlässt auch schon mal die Bühne, für mich verschwindet der etwa gleichgroße Gallier dann hinter einer hohen Menschenwand. Gitarrist Arnaud, ihm wird irgendwann in Bühnenkleidung zu warm und steht zuletzt im Unterhemd auf der Bühne, ist inzwischen nicht nur der Auswechselspieler vom während der Pandemie ausgestiegenen Warr-Gitarristen und Sympathieträger Gédéric Byar, nein, er ist nun der sechste Musiker bei Lazuli.

Der zierliche Dominique steht fast am Schluss des Konzerts allein mit einer seiner Akustischen am Mikro, verschwindet fast hinter seiner Gitarre. Domi in Deutsch: „Ich fühle mich jedes Mal nackt, wenn ich dieses Lied spiele. Es hat auch etwas mit meiner ureigenen Geschichte zu tun.“ Ich beobachte Tom, der beobachtet Domi, da ist ein starkes Band geschnürt. Nicht nur bei ihm. Es ist sehr selten in der Rockmusik, dass so eine emotionale Stimmung erzeugt wird, Lazuli schaffen das spielend und reproduzierbar. Es ist schnell kein normales Konzert mehr, sondern eine Messe Für Das Leben. Ich genieße diese beeindruckende Darbietung der Lebensfreude, dieses Klangerlebnis inmitten der feiernden Fans. Als Abschluss spielt Lazuli üblicherweise 9 Hands Around The Marimba, wortgewandt angekündigt von Dominique. Warum nur 9 Hände bei fünf Musikern. Claude Leonetti hatte in seiner Jugend einen schweren Motorrad-Unfall, konnte danach seinen linken Arm nicht mehr benutzen. Durch seine Liebe für Musik entstand sein weltweit einmaliges Instrument, die Léode. Damit ist er ein wichtiger Teil des Klangbildes von Lazuli. Deshalb schlägt er nur mit einer Hand Seite an Seite mit seinen Freunden, immer mit einem ihm eigenen Lächeln auf die Marimba ein. Ich nenne das „Rasselbande an der Marimba“, weil sie gemeinsam bekannte Lieder im Gallier-Style interpretieren.

Und auch nach dem Konzert geht diese Feier ungebremst weiter. Die „Lazulisten“ stürmen den Merchandise-Stand, die fünf Musiker signieren am Fließband, stehen für jedes Erinnerungsfoto nimmermüde parat. Auch ich war dabei und habe mir mein signiertes Être Et Ne Plus Être gesichert. Ich bin in meinem Text nicht explizit auf die einzelnen Lieder des neuen Alben eingegangen, dafür gibt es demnächst eine ausführliche Rezension. Wer diese Messe Für Das Leben verpasst hat, schade. Aber Lazuli könnt ihr 2026 noch vielfach sehen, hören und erfühlen, bei vielen Klub-Konzerten oder Festivals auch in eurer Nähe. Besucht diese Veranstaltungen, geht gemeinsam mit diesen fünf liebenswerten Weltbürgern auf eine gemeinsame Reise. Bilder_Text: Christa Koch

Titelliste: 01. Être Et Ne Plus Être (5:12), 02. Chaque Jour Que Soleil Fait (3:53), 03. Sourire (3:30), 04. MAtière Première (3:28), 05. L'Eau Qui Dort (7:05), 06. Une Chanson Cherokee (3:54), 07. Quel Dommage (5:41), 08. L'Instant (3:58), 09. L'Homme Sûr (7:05), 10. Mon Body Se Meurt (4:30), 11. Les 4 Raisons (3:50), 12. Au Bord Du Précipice (8:28), Label: L'Abeille Rôde – BZZ045, : 30. Januar 2026

Concert: Lazuli – Music Temple Piano Dortmund (DE_NW)

Chansons rock et pure joie de vivre du sud de la France – Nous suivons avec passion le parcours émouvant et captivant de Lazuli en Allemagne depuis leurs débuts, et nous sommes constamment émerveillés par la créativité et la sensibilité de ce quintette français. Ils sont de retour pour une tournée promotionnelle de douze jours, cette fois-ci avec leur tout nouvel album, Être et Ne Plus Être, et ce n'est pas seulement la presse musicale allemande qui a accueilli avec enthousiasme ce douzième opus. Un célèbre adage historique à ce sujet prend désormais une résonance mondiale.

Cela faisait des années que je n'étais pas retourné au Piano, cette salle de concert qui a su traverser la pandémie et qui, depuis, a acquis une renommée bien au-delà de sa région – et qui était aussi le « salon » du regretté journaliste musical westphalien Michael Lorant. Avec deux amis, je voulais assister à un concert endiablé à Dortmund et voir un groupe qui figure parmi mes préférés, un groupe qui offre systématiquement des performances spectaculaires et émouvantes. Cinq Gaulois du Gard, dans le sud de la France – la joie de vivre incarnée, comme chacun sait. Lazuli sillonne l'Europe avec calme et constance, captivant toujours plus de fans avec leur musique et leurs textes uniques, et assurant ainsi la croissance continue de leur communauté de fans. Ces derniers attendent avec impatience leurs nouveaux morceaux depuis longtemps et se rassemblent aux dix dates de la tournée de printemps, comme pour de véritables réunions de famille. Et ce quintette, malgré des albums et des tournées régulières, a une fois de plus surpris tout le monde ce soir-là au Piano.

Non seulement ce lieu, avec ses salles attenantes, se présente sous son plus beau jour, mais il abrite également une magnifique salle Art nouveau rénovée, avec un « jardin d'hiver » attenant, séparé par d'impressionnantes colonnes et arcades. Même lors d'événements à forte affluence, la disposition des sièges garantit que même les plus petits spectateurs (comme moi, avec mes 1,61 m) bénéficient d'une excellente vue sur la scène. Les fans sont une fois de plus venus de tous les horizons ; notre ami Tom, grand amateur de musique, a fait le voyage depuis Wurtzbourg pour voir ses amis français dans ce cadre exceptionnel. Un groupe d'entre eux a formé un petit carré d'honneur autour de moi, tous vêtus de t-shirts Lazuli assortis. Ils étaient absolument ravis d'être de retour et échangeaient des anecdotes sur leurs aventures autour du thème Lazuli. À l'heure prévue, les cinq Gaulois ont fait leur entrée sur scène, superbement éclairée, sous un tonnerre d'applaudissements. Ils étaient visiblement surpris par cet accueil enthousiaste et par un tel début. Ils ne s'y attendaient certainement pas.

Comme à son habitude, Dominique Leonetti a salué le public en allemand. Puis, ce fut le début d'un voyage ininterrompu de 150 minutes à travers près de 30 ans d'histoire du groupe. Comme pour chaque tournée de Lazuli, leur dernier album était au cœur du spectacle. Mais grâce à une mise en scène scénique très ingénieuse, le public avait constamment l'impression d'écouter des morceaux familiers. En effet, Lazuli a interprété les 12 nouveaux titres d'Être et Ne Plus Être à la suite, ainsi que six morceaux préférés des fans et, bien sûr, l'incontournable « 9 Hands Around The Marimba » pour clore le concert. Les cinq musiciens étaient une fois de plus accompagnés de films, d'images et de graphismes élaborés, projetés en évidence en arrière-plan, tandis qu'ils jouaient avec passion. Puisque Lazuli chante ses chansons rock exclusivement en français, leur belle langue maternelle, où qu'ils soient, certains passages étaient visualisés et rendus plus accessibles, même si beaucoup, comme moi, ne comprenaient pas les paroles, mais en saisissaient les thèmes. Les solos de chaque musicien étaient également mis en valeur et rendus encore plus captivants. Lazuli: « Nous considérons nos chansons comme des toiles sur lesquelles nous mélangeons les couleurs et représentons ou repeignons le monde. Situées quelque part entre Jacques Prévert et Tim Burton, les paroles interrogent les injustices du présent. »

Plus surprenants et quelque peu insolites encore étaient Romain Thorel (cor, claviers), arborant désormais une chevelure fournie, et Arnaud Beyney (guitare, basse) coiffé d'un chapeau de Texas Ranger. Claude et Dominique Leonetti ainsi que Vincent Barnavol (batterie, percussions, vibraphone) étaient, comme à leur habitude, détendus et à l'aise. Même les connaisseurs de l'univers de Lazuli furent impressionnés de bout en bout par la qualité de la prestation ; le terme « magique » résumait parfaitement l'essence même de ce temple de la musique qu'était Piano, ce soir-là. Cinq musiciens exceptionnels, chacun bénéficiant d'un espace égal pour présenter ses solos. Mais ils jouaient aussi en duos et en trios. Et il était évident qu'ils prenaient plaisir à jouer, sincèrement heureux pour leurs collègues lorsqu'ils provoquaient un moment d'émotion intense chez le public, suscitant des applaudissements nourris et des « Bravo ! » retentissants. Un magnifique duo de Romain et Vince (vibraphone) suscite également un grand enthousiasme, tout comme le cor d'harmonie, durant lequel Romain semble régulièrement au bord de l'explosion et sa tête ressemble à une tomate, notamment lors de son impressionnant solo au bord de la scène. Dominique quitte parfois la scène ; pour moi, le Gaulois, qui est à peu près de la même taille, disparaît alors derrière un haut mur de spectateurs. Le guitariste Arnaud, qui finit par avoir trop chaud dans ses vêtements de scène et se retrouve sur scène en simple maillot de corps, est désormais non seulement le remplaçant du populaire guitariste de Warr, Gédéric Byar, parti pendant la pandémie, mais aussi le sixième musicien de Lazuli.

Le petit Dominique se tient presque seul à la fin du concert, une de ses guitares acoustiques au micro, presque invisible derrière son instrument. Domi dit en allemand: « Je me sens nu à chaque fois que je joue ce morceau. Il est aussi lié à mon histoire personnelle. » J'observe Tom, qui observe Domi ; une forte complicité les unit. Et pas seulement. Il est très rare dans le rock de créer une telle atmosphère émotionnelle, mais Lazuli y parvient avec une aisance et une constance remarquables. Le concert se transforme rapidement en une véritable messe pour la vie. Je me délecte de cette impressionnante démonstration de joie de vivre, de cette expérience sonore au milieu des fans en liesse. En guise de final, Lazuli joue généralement « 9 Hands Around The Marimba », un morceau éloquent introduit par Dominique. Pourquoi seulement neuf mains pour cinq musiciens ? Claude Leonetti a été victime d'un grave accident de moto dans sa jeunesse et s'est retrouvé par la suite paralysé du bras gauche. Sa passion pour la musique l'a conduit à créer son instrument unique, la Léode. Il est donc un élément essentiel du son de Lazuli. C’est pourquoi il joue du marimba aux côtés de ses amis, toujours avec son sourire caractéristique, d’une seule main. Je les appelle la « bande du marimba » car ensemble, ils interprètent des chansons connues dans leur propre style français.

Et même après le concert, la fête battait son plein. Les fans de Lazuli se pressaient autour du stand de produits dérivés, les cinq musiciens signaient des autographes à n'en plus finir et se prêtaient volontiers à toutes les photos souvenirs. J'y étais aussi et j'ai obtenu mon exemplaire dédicacé d'Être Et Ne Plus Être. Je n'ai pas détaillé les chansons du nouvel album dans mon texte ; une critique suivra bientôt. Si vous avez manqué cette célébration de la vie, tant pis pour vous. Mais vous pourrez voir, entendre et vivre l'expérience Lazuli à de nombreuses reprises en 2026, lors de nombreux concerts et festivals près de chez vous. Assistez à ces événements et embarquez pour un voyage musical avec ces cinq artistes attachants et universels. Images_Texte : Christa Koch 

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