Kurzfassung einer 10-jährigen Karriere – Einige generelle Informationen zu Beginn. Bei einigen portraitierten tragischen Protagonisten der Musik-Kultur; wie beispielsweise Robert Johnson, Nick Drake, Paul Kossoff, Randy California, Badfinger, Bob Geldof; wurde bereits von vielen Schatzsuchern versucht mehr Licht in das Dunkel
zu bringen und bei einigen ist das bis heute immer noch nicht ganz abgeschlossen. Unsere Tragischen Geschichten sollen immer zuerst einmal auf die Tragik hinweisen und dessen groben Rahmen überschaubar, so wertfrei und mit wenig Ausschmückungen wie möglich zu beschreiben. In unseren einzelnen Beiträgen weisen wir meist auf weiterführende fundierte Literatur hin und/oder verknüpfen das Thema mit anderen eigenen Beiträgen. Der Interessierte kann dann dort weiter auf Schatzsuche oder besser gesagt auf Erkundungen gehen. Im Fall von Jeff Buckley verweisen wir auf das Oktober 2019 erschienene englischsprachige Buch Jeff Buckley: His Own Voice von Mary Guibert (Mutter Jeff) und David Browne (Autor der maßgeblichen Doppel-Biografie von Tim & Jeff Buckley Dream Brother, basiert auf Gesprächen mit Freunden und Familie sowie der Auswertung von Archiv-Material). Diese erste (indirekte) Veröffentlichung des früh verstorbenen Jeff Buckley (29. Mai 1997 in Memphis, Tennessee), handschriftlichen Schilderungen (Tagebücher, Notizhefte, Gedanken und frühen Songentwürfe) seines Werdegangs, von seiner Zeit in Los Angeles in den späten 1980er bis kurz vor seinem tragischen Tod. Alles ergänzt durch Dutzende eindrucksvoller Fotos (Reproduktionen) seiner persönlichen Gegenstände und weiterer Erinnerungsstücke, darunter auch Briefe, Notizen und unveröffentlichte Songtexte. Dieses Buch gewährt Lesern und Fans einen tiefen authentischen Einblick in Buckleys Gedankenwelt und sein Leben.
Jeffrey Scott Buckley – Der 1974 achtjährige Jeff Buckley hatte seinen berühmten Vater Tim Buckley (bekannter US-Musiker Bereich Psych- und Avantgarde Folk/Jazz) nur ein einziges Mal eine Woche gesehen. Am 29. Juni 1975 circa 09:40 Uhr starb Tim Buckley in der Notaufnahme des Santa Monica Hospitals an Konsum von unverschnittenem Heroin. Tim und die Pianistin Mary Guibert, sie kannten sich von einer kalifornischen High-School, waren nur weniger als ein Jahr ein verheiratetes Paar. Schon vor Veröffentlichung von Tims selbstbetitelten Debüts (12-1966) waren sie wieder getrennt und Jeff am 17. November 1966 auf dieser Welt. Der als Scott „Scottie“ Moorhead bekannte wuchs in der Familie von seinem Stiefvater Ron Moorhead mit seinem Halbbruder Corey Moorhead im kalifornischen Orange County auf. Nachdem er im Schrank seiner Oma eine Gitarre gefunden hatte, brachte er sich das Gitarre-Spielen selbst bei und studierte später am Musicians Institute in Hollywood. Er komponierte und textete, spielte Musik mit Freunden.
Als Tribut für seinen verstorbenen Vater interpretierte er im April 1991 drei von dessen Liedern, unter anderem I Never Asked To Be Your Mountain und Once I Was, beim Gedenk-Konzert in der Saint Ann’s Church, Brooklyn (New York City). Damit hatte er das erste Mal größere öffentliche Aufmerksamkeit. Aus diesem Auftritt resultierte eine kurze Zusammenarbeit mit Gary Lucas (Gods And Monsters, The Magic Band), die später zur Liedersammlung der Beiden Songs To No One 1991-1992 (VÖ: 2002) führte. Darauf bereits zu hören zwei frühe Versionen der Lieder Mojo Pin und Grace. Weiterhin kam er auch mit der New Yorker Künstlerin Rebecca Moore und der Fluxus-Bewegung (internationale Kunst-Bewegung, bekannte Vertreter: Yoko Ono, John Cage, Joseph Beuys, und viele weitere) in Kontakt. Er begann in verschiedenen Bars und Cafés im East Village aufzutreten, darunter auch in dem kleinen irischen Lokal Sin-é. Dort trug er oft Solo eigene Kompositionen sowie zahlreiche Cover-Versionen vor. Die EP Live At Sin-é (1993, Columbia) erschien, posthum 2003 auch als Legacy Edition Doppeldecker mit DVD.
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